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Der Lebenslauf in der Schule




Wissen Sie, manchmal kriegt man richtig interessante Fragen gestellt, zum Beispiel die:

„Wie man einen Lebenslauf schreiben soll, das haben uns die Lehrer in der Schule beigebracht. Wir sollen uns an die Norm und den Standard halten. Sie sagen hier etwas ganz anderes? Haben meine Lehrer mir in der Schule etwas ganz Falsches gesagt?“

Diese Frage habe ich nicht zum ersten Mal gehört. Wann immer es um Lebenslauf und Bewerbung geht, dann steht diese Frage wie das Schlossgespenst im Bewerbungsraum.

Warum bringen die Lehrer ihren Schüler immer noch den Standardlebenslauf bei? Rufen Sie sich doch einmal die typische Unterrichtssituation vor Augen: Da hat Studienrätin Mayer-Kugelmann in Ihrer 8er- Klasse 27 Mädchen und Jungen vor sich sitzen. Für das Thema „Bewerbung“ ist eine Reihe mit 16 Unterrichtstunden vorgesehen.


Im vorgegebenen Zeitrahmen kann Frau Mayer-Kugelmann nicht 27 Einzelbriefe und Lebensläufe in 27 individuell geschneiderten Formen bieten. Sie löst diese Aufgabe, indem sie einen Musterlebenslauf verteilt, in den ihre Schüler dann ihre persönlichen Daten eintragen. Das ist um so praktischer, als ja die Schüler in der Klasse relativ ähnliche Werdegänge haben, jedenfalls die meisten von ihnen. Und schließlich muss man ja die Standardformen kennen, bevor sie individuell überarbeitet und weiter zuspitzt werden. Das gilt nicht nur für den Lebenslauf, aber auch für das Bewerbungs-Anschreiben. Denn es ist ein Zusatzeffekt, dass die 8-Klässler dabei auch lernen, wie man einen ordentlichen Brief anlegt und verfasst.

Aber noch mehr: Erst wenn ich weiß, dass 90% meiner Mitbewerber einen einfachen Formular-Lebenslauf und einen 08/15-Brief als Bewerbungsanschreiben versenden, dann habe ich die Chance, mich besser und „aussagekräftig“ zu bewerben und dabei zeigen, was ich wirklich auf dem Kasten habe.

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